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Pilzbeet anlegen

Einführung

Das Anlegen eines Pilzbeetes ist einfach umzusetzen und erfordert nur einen geringen Zeitaufwand. Der ideale Zeitpunkt liegt Mitte Mai – nach den Eisheiligen – sobald kein Nachtfrost mehr zu erwarten ist. Alternativ eignet sich auch der frühe Herbst, sofern die Temperaturen noch mild sind.

Als Standort empfiehlt sich ein schattiger bis halbschattiger Platz im Garten, der vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist.

Für das Pilzbeet eignet sich insbesondere der Kulturträuschling, da er robust ist und sich gut für den Anbau im Freiland bewährt hat.

Inhalt

Material für ein Pilzbeet (100 × 100 cm)

  • 1–2 × Pilzzuchtset Kulturträuschling
    (Je mehr Brut verwendet wird, desto schneller erscheinen die ersten Pilze.)

  • 50 l Holzschnitzel aus Laubholz
    (können problemlos frisch gehäckselt sein)

  • 50 l Sägespäne aus Laubholz
    (alternativ kann das Beet auch nur mit Holzschnitzeln angelegt werden)

  • 30 l Abdeckmaterial, z. B. Rindenmulch, Stroh, Schilf oder Erde

  • Spaten

  • Schubkarre oder eine Wanne zum Mischen und Wässern der Holzschnitzel bzw. Sägespäne

Laborflaschen

Vorbereiten der Holzschnitzel

Zuerst werden die Holzschnitzel und die Sägespäne in einer Schubkarre oder einer grossen Wanne gründlich miteinander vermischt.

Hinweis: Der folgende Schritt ist nur notwendig, wenn getrocknete Holzschnitzel oder Sägespäne verwendet werden.

In diesem Fall werden die Holzschnitzel und Sägespäne vor dem Anlegen des Beetes gewässert. Dies gelingt am einfachsten mit einem Jutesack oder einem alten Leintuch.

Die Mischung aus Holzschnitzeln und Sägespänen wird in den Sack beziehungsweise das Leintuch gefüllt und gut verschlossen. Anschliessend wird das Bündel vollständig ins Wasser gelegt und mit einem Stein beschwert, sodass es unter Wasser bleibt.

Die Wässerung sollte etwa 12–24 Stunden dauern. Danach wird der Sack aus dem Wasser genommen und das Material gut abtropfen gelassen.

Vorbereiten und Beimpfen des Pilzbeetes

Zuerst wird mit einem Spaten auf einer Fläche von 1 × 1 m ein etwa 10 cm tiefes Loch ausgehoben.

In dieses Loch wird nun etwa die Hälfte des vorbereiteten Holzgemisches gleichmässig verteilt.

Anschliessend kann der noch verschlossene Substratsack des Kulturträuschlings vorsichtig durchgeschüttelt und aufgelockert werden. Die Pilzbrut wird danach gleichmässig über die gesamte Fläche des Pilzbeetes verteilt und anschliessend mit den restlichen Holzschnitzeln bedeckt.

Als oberste Schicht wird eine Mulchschicht aufgetragen, damit das Pilzbeet nicht austrocknet. Diese kann – je nach vorhandenem Material – aus Rindenmulch, Stroh, Schilf oder Erde bestehen.

Zum Schluss wird das Pilzbeet gründlich gewässert. In den ersten Wochen ist darauf zu achten, dass das Beet während der Durchwachsphase nicht austrocknet und stets ausreichend feucht bleibt.

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Ernte

Zur Ernte des Kulturträuschlings kann der Stiel entweder nahe der Basis abgeschnitten oder vorsichtig  herausgedreht werden.

Wir empfehlen, den Kulturträuschling zu ernten, solange die Fruchtkörper noch jung sind. Den kräftigsten Geschmack entwickeln die Pilze, wenn das Velum über den Lamellen noch geschlossen ist.

Sobald sich das Velum geöffnet hat, werden die Pilze milder im Geschmack. Sie können jedoch weiterhin geerntet werden, bis sich die Lamellen durch die Sporen dunkel verfärben.

Im Kühlschrank ist der Kulturträuschling – jung geerntet – etwa eine Woche haltbar.

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Schutz vor Schnecken

Um die Pilze zu schützen, empfiehlt sich der Einsatz eines Schneckenzauns, der die unliebsamen Gäste zuverlässig fernhält.

Noch effektiver ist es, wenn im Garten genügend Platz für einige Laufenten vorhanden ist. Diese fressen Schnecken und Schneckeneier sehr gerne und können so auf natürliche Weise zur Schneckenbekämpfung beitragen.

 

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