Umgang mit Substatsäcken

Allgemeines

Jegliche Substratsäcke sollen für einen optimalen Ertrag unter speziellen Bedingungen zur Fruchtung gebracht werden. Erstens ist die Temperatur zu nennen die entscheidend ist für das Wachstum. Zweitens ist die Feuchtigkeit wichtig damit die Pilze nicht vertrocknen. Drittens muss zwischen der Einleitung der Fruchtung und dem Wachsen der Pilze unterschieden werden. Nebenan sind Zitronenseitlinge im Fruchtungsraum abgebildet. 

Fruchtung

Einleitung der Fruchtung

Um die Fruchtung einzuleiten sollte bei den Kräuterseitling- Substratsäcke eine niedrigere Umgebungstemperatur gewählt werden. Dabei gelten 10 – 15 Grad als optimal um die Fruchtung einzuleiten. Jedoch funktioniert dies auch mit tieferen Temperaturen. Dafür können die Säcke auch über Nacht in den Kühlschrank gestellt werden. Bei den Austern- und Limonenseitlinge kann bei Zimmertemperatur zugewartet werden bis sich die Fruchtkörper bilden. Auf dem Bild sind erste Fruchtkörper (Primordien) abgebildet.

Fruchtkörper

Kräuterseitling 1. Ernte

Nachdem die Kräuterseilinge anfangen Fruchtkörper zu bilden können die Säcke am oberen Ende aufgeschnitten werden. Die optimale Wachstumstemperatur beträgt 15 – 21 Grad. Um die Pilze vor dem austrocknen zu schützen sollen Sie mindestens 1 x am Tag mit einem Wasserzerstäuber oberflächlich befeuchtet werden. Dabei ist zu beachten das nicht direkt auf die Pilze gesprüht wird. Ebenfalls besteht die Möglichkeit darin den Substratblock bis auf Höhe Substrat aufzuschneiden und den Block in ein Gefäss zu stellen. Hierzu gegen oben 30cm Platz lassen für die Pilze. Nun wird das Gefäss mit Klarsichtfolie verschlossen. In diese werden nun viele kleinere Löche geschnitten damit ein Luftaustausch stattfinden kann. Vorgängiges bestäuben nicht vergessen! 

 

Substratsack

Kräuterseiling 2. Ernte

Nachdem sämtliche Fruchtkörper vom Substrat entfernt wurden wird der ganze Block für mindestens 30 Minuten in handwarmes Wasser getaucht. Das überflüssige Wasser abtropfen lassen. Um die 2. Fruchtung einzuleiten wird nun das geöffnte Ende des Filtersack (1) mehrmals umgefaltet und mit Klebeband verschlossen. Nun wird das untere Ende des Sackes (2)  mit einem Messer aufgeschnitten und der Substratsack mit der neuen Öffnung nach oben nach gleicher Methode wie bei der 1. Ernte zum Fruchten gebracht. Je nach Umgebungstemperatur vergeht bis zu 3. Wochen bis sich neue Fruchtkörper bilden.

Eckdaten optimale Fruchtungsumgebung Kräuterseiling:

Temperatur:     15 – 21 Grad

Luftfeuchte:     85 – 90%

Fruchtung

Restliche Seitlinge 1. Ernte

Das Verfahren zum Öffnen der Substratsäcke gleicht der 2. Ernte des Kräuterseitlings. Zuerst wird der Substratsack am oberen Ende eingeschnitteen (1). Zweitens wird das obere Ende (2) eingerollt und an der Seite mit Klebeband befestigt. Mithilfe eines desinfiszierten Messers wird nun eine Öffnung in Form eines X (3) in den Substratbeutel geschnitten. Infolgedessen bilden sich bald die ersten Fruchtkörper. Eine Lichtquelle ist bei den Austernseitlinge wichtig damit sich keine langen Stiele bilden. Hierzu den Beutel mit dem X gegen oben hinlegen.  Schliesslich die Pilze ernten solange die Hüte noch nach unten gebogen sind. Überreife Pilze verteilen Ihr mikroskopisch kleinen Sporen in der Luft. Diese können im schlimmsten Fall Allergien auslösen. Somit ist es besser das Substrat nicht in Wohnräumen zu verwenden. Dies gilt nicht für den Kräuterseitling.

Kräuterseitling Substratsäcke

Restliche Seitlinge 2. Ernte

Um die 2. Fruchtung einzuleiten wird das x (1) mit Klebeband zugeklebt und an einer Beliebigen Seite des Beutels ein neues (2) angebracht. Ebenfalls regelmässige Sprühen mit einem Zerstäuber nicht vergessen! Je nachdem kann der Substratsack bis zu 4. Ernten hervorbringen.

Eckdaten optimale Fruchtungsumgebung Austernseitling:

Temperatur:     10 – 21 Grad

Luftfeuchte:     85 – 90%

Eckdaten optimale Fruchtungsumgebung Zitronenseitling:

Temperatur:     21 – 28 Grad

Luftfeuchte:     90 – 95%

Austernseitling